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Süssigkeiten
Die Geschichte der Konditorei und Süssigkeiten führt uns zurück bis ins graue Altertum. Schon von dem Moment an, da die Menschen lernten, Süsses herzustellen und Teige zu backen, trachteten Sie auch danach, dese mehr oder weniger eintönigen Brotfladen zu verbessern und zu verfeinern durch Beifügen von Honig, Öl, Früchten, Milch oder Rahm. Diese verhätnismässig primitiven Süssigkeiten fanden nicht nur für profane Festlichkeiten und für den Tisch der Reichen, sondern auch als Opfergabe für die Götter Verwendung. Auch Mischungen von Ein und Honig und Rosen- oder Veilchen Aroma waren den Alten schon bekannt, ja durch Verwenung der Gewürze und Kräuter stellte man sogar Getränke her, die wir als Vorläufer der heutigen Liköre bezeichnen können. Über die Konditoren der Römerzeit ist verhältnismässig wenig bekannt. Man weiss, dass die Griechen und Römer bereits Schnitten, Torten, Oblaten, eine Art Käseschnitten, Kuchen, Fettgebäck und Pfannkuchen kannten. Auch verstanden sie es, Früchte in Honig zu konservieren und eisgekühlte Getränke und Fruchtsäfte herzustellen. Mit dem Zusammenbruch des Römerreichs ging viel von diesen Kenntnissen verloren. Das beginnende Mittelalter war der Entwicklung des Konditors nicht besonders günstig. In den Klöstern Mitteleuropas fanden die Süssigkeiten jedoch eine Heimstätte, bedurften die Mönche diese für Ihre gottesdienstlichen Feiern in den Gottesdiensten. Sie betrieben Bienenzucht und verwendeten daen dabei anfallenden Honig zu süssen Kuchen, welche Sie den Pilgern als Andenken überreichten. Meist waren es Honigkuchen oder der Oberseite mit einem Relief der Klosterkirche, oder mit religiösen Motiven geschmückt. Nach den Kriegen zu Beginn des XIX. Jahrhunderts entwickelten sich die Konditorei rasch und schuf jene leckeren Süssigkeiten, von denen einige bis auf den heutigen Tag bekannt sind und produziert werden. Südwärts der Alpen wurden schon sehr früh Konditoreigeschäfte eröffnet. 1459 gab es auch schon die erste Zunft, um 1700 besassen sie bereits 200 Geschäfte in ganz Venetien. In Frankreich hielten schon die ersten Könige an Ihrem Hof einen "Pâtissier-bouche" genannten Offizier, dem die Herstellung der Süssigkeiten der königlichen Tafel oblag. Im Gefolge der Entdeckung Amerikas floss dann ein reicher Strom von Zucker und Kakao nach Europa. Von da an änderte sich auch die ganze Struktur der bisherigen Konditorei. Die umwälzenden politischen und wirtschaftlichen Ideen der französischen Revolution von 1789 zerstörten die fast überall bestehenden Zunftordnungen und bewirkten die Auflösung der Zünfte. Die an den Fürtsenhöfen beschäftigten Zuckerbäcker verloren weitgehend ihre Stellungen, was sie in vielen Fällen zwang, eigene Konditoreibetriebe zu gründen. Dadurch wurden die süssen Produkte der Konditoreien weiteren Bevölkerungsschichten zugänglich gemacht!
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